Faulheit in der Wanne:
Man muss doch auch darüber staunen:
Der fleißige Dichter hatte seine Launen
und war gelegentlich auch mal faul.
Er genoss es sehr bewusst und intensiv
und tauchte in der Wanne auch mal tief.
Doch dann, so scheint es, plagt ihn das Gewissen:
Hierüber wird die Nachwelt ein Gedicht vermissen!
So entsteigt er der Wanne und fühlt sich sauber.
Und greift zum Stift und denkt sich: „Fauler Zauber“!
Das Gedicht, auf das sich dieser Hinweis bezieht,
erschien erstmals 1929 in der Zeitschrift „Die Weltbühne“.
Es darf jedoch wegen des Urheberrechts
hier nicht einfach abgedruckt werden.
Sie finden es aber in dem Gedichtband
„Ein Mann gibt Auskunft“
z.B. in der dtv-Ausgabe (Band 11005) von 1999 (3. Aufl.)
und dort auf der Seite 91.
Peter Weiler, Juli 2012
Donnerstag, 2. August 2012
Montag, 25. Juni 2012
Erich Kästner Wochen - August 2012 in Königstein - Das Königsteiner Kinderhilfswerk Childaid Network
Wie kein zweiter deutscher Schriftsteller wird Erich Kästner mit dem Thema Kinder assoziiert. Weniger bekannt ist, dass der Kinderfreund Kästner zugleich der wohl
berühmteste Autor des letzten Jahrhunderts ist, der entschieden für soziale Gerechtigkeit
und Frieden geschrieben und gerungen hat.
Das Königsteiner Kinderhilfswerk Childaid Network sieht sich in Kästners Tradition.
Wir wollen, dass sich alle Kinder gut entwickeln können. Und wir kämpfen dafür, dass
weltweit soziale Gerechtigkeit und friedvoller Ausgleich zwischen unterschiedlichen
Kulturen und Gruppen möglich ist.
Mit den Kästner Wochen im Sommer 2012 bringen wir diese Gedanken nach Königstein.
Wir freuen uns, dass so viele Vereine, Schulen, Geschäftsleute und Menschen
in Königstein unsere Idee aufgegriffen haben, und Erich Kästner
bei ihren Aktivitäten im Sommer 2012 zu einem Schwerpunkt wählten.
Im Leseprogramm der Grundschule Königstein, im Schaufenster der Stadtbibliothek,
bei den Ferienspielen der Stadt, bei Filmvorführungen und
Lesungen an den Gymnasien - Erich Kästner wird in Königstein wieder lebendig.
Lassen auch Sie sich davon anstecken und besuchen Sie die sorgfältig vorbereiteten Veranstaltungen.
Höhenblick 3, D - 61462 Königstein
Fon +49 6174 2597939
Fax +49 6174 2597940
http://www.childaid.net/ • stiftung@childaid.net
berühmteste Autor des letzten Jahrhunderts ist, der entschieden für soziale Gerechtigkeit
und Frieden geschrieben und gerungen hat.
Das Königsteiner Kinderhilfswerk Childaid Network sieht sich in Kästners Tradition.
Wir wollen, dass sich alle Kinder gut entwickeln können. Und wir kämpfen dafür, dass
weltweit soziale Gerechtigkeit und friedvoller Ausgleich zwischen unterschiedlichen
Kulturen und Gruppen möglich ist.
Mit den Kästner Wochen im Sommer 2012 bringen wir diese Gedanken nach Königstein.
Wir freuen uns, dass so viele Vereine, Schulen, Geschäftsleute und Menschen
in Königstein unsere Idee aufgegriffen haben, und Erich Kästner
bei ihren Aktivitäten im Sommer 2012 zu einem Schwerpunkt wählten.
Im Leseprogramm der Grundschule Königstein, im Schaufenster der Stadtbibliothek,
bei den Ferienspielen der Stadt, bei Filmvorführungen und
Lesungen an den Gymnasien - Erich Kästner wird in Königstein wieder lebendig.
Lassen auch Sie sich davon anstecken und besuchen Sie die sorgfältig vorbereiteten Veranstaltungen.
Stiftung childaid network
Höhenblick 3, D - 61462 Königstein
Fon +49 6174 2597939
Fax +49 6174 2597940
http://www.childaid.net/ • stiftung@childaid.net
Sonntag, 11. März 2012
Das Erich Kästner-Gedicht - (7. Beitrag von Peter Weiler)
Das Erich Kästner-Gedicht,
„bei Durchsicht seiner Bücher“ gefunden:
Jugendschrei – „jugendfrei“
„Gebt uns Arbeit!“, schreit die Jugend,
denn gammeln ist keine Tugend.
Und leben nur von der Stütze
ist doch auch zu gar nichts nütze.
Doch die Probleme sind schon ziemlich alt –
auch in Erich Kästners Gedichtewald.
Er zeigt allen Eltern ihre Pflichten
Und mahnt die Regierung, es zu richten.
Auch alle Bosse sollten es endlich kapieren
und nicht gegen, sondern für die Jugend agieren.
Denn merke erstens:
Jeder Jugendliche mit einem Arbeitsplatz
braucht im Knast – das ist klar – keinen Schlafplatz
Und merke zweitens (besonders für Finanzminister):
ARBEITSPLATZ IST BILLIGER ALS KNASTPLATZ
Das Gedicht, auf das sich die ersten acht Zeilen beziehen,
erschien erstmals in der Zeitschrift ‚Die Weltbühne‘ im November 1931.
Es darf jedoch wegen des Urheberrechts
hier nicht wortgetreu abgedruckt werden.
Sie finden es aber in:
Erich Kästner: „Gesang zwischen den Stühlen“
z. B. in der dtv-Ausgabe (Band 11007) von 1999
und dort auf Seite 35.
Peter Weiler, März 2012
„bei Durchsicht seiner Bücher“ gefunden:
Jugendschrei – „jugendfrei“
„Gebt uns Arbeit!“, schreit die Jugend,
denn gammeln ist keine Tugend.
Und leben nur von der Stütze
ist doch auch zu gar nichts nütze.
Doch die Probleme sind schon ziemlich alt –
auch in Erich Kästners Gedichtewald.
Er zeigt allen Eltern ihre Pflichten
Und mahnt die Regierung, es zu richten.
Auch alle Bosse sollten es endlich kapieren
und nicht gegen, sondern für die Jugend agieren.
Denn merke erstens:
Jeder Jugendliche mit einem Arbeitsplatz
braucht im Knast – das ist klar – keinen Schlafplatz
Und merke zweitens (besonders für Finanzminister):
ARBEITSPLATZ IST BILLIGER ALS KNASTPLATZ
Das Gedicht, auf das sich die ersten acht Zeilen beziehen,
erschien erstmals in der Zeitschrift ‚Die Weltbühne‘ im November 1931.
Es darf jedoch wegen des Urheberrechts
hier nicht wortgetreu abgedruckt werden.
Sie finden es aber in:
Erich Kästner: „Gesang zwischen den Stühlen“
z. B. in der dtv-Ausgabe (Band 11007) von 1999
und dort auf Seite 35.
Peter Weiler, März 2012
Freitag, 2. März 2012
„Atmosphärische Konflikte oder: Das Leben ohne Zeitverlust“
Mittwoch, 29. Februar 2012
Ein denkwürdiger Abend mit Chansons und Gedichten von Erich Kästner, vertont von Edmund Nick, am 22. Februar 2012 im Bürgerhaus Gräfelfing. Veranstaltet haben ihn die Gräfelfinger Gelegenheitsschreiber, die sich „GRÄGS“ nennen, was in schwedischen Ohren etwas unangenehme Assoziationen hervorrufen könnte, denn „jag kräks“ bedeutet „ich kotze“.
Doch die Veranstaltung war im Gegenteil sehr gut verdaulich, denn die Vortragenden, Susanne Brantl und Anatol Regnier, sind versierte Chansonsänger. Aber nicht nur das. Susanne Brantl, um mit der Dame anzufangen, hat teilweise verschollene Texte Erich Kästners aus der Zeit der Schaubude ausgegraben und zu einem Theaterstück mit dem Titel „Das Leben ohne Zeitverlust“ zusammengeführt, aus dem sie Lieder vortrug. Diese Texte samt den Arrangements von Edmund Nick waren von der Tochter des Komponisten, Dagmar Nick, aufbewahrt worden. Anatol Regnier wiederum ist, mit Verlaub gesagt, ein lebendes Fossil aus der großen Zeit des Münchner Chansons, denn sein Großvater war Frank Wedekind, seine Mutter Pamela Wedekind.
Susanne Brantl trat in Schwarz auf, die Haare dafür feuerwehrrot gefärbt trotz des Aschermittwochs. Anatol Regnier hatte ebenfalls schwarz gewählt, wohl wegen seines deutlichen Embonpoints. Als Ausgleich zu diesem ließ er aus seidig glänzendem kurzärmeligem Hemd seine männlich behaarten Arme sehen. Was auf seinem eiförmigen Kopf an Haaren übrig geblieben ist, trägt er als weißen Kurzhaarpelz.Beide trugen sie abwechselnd insgesamt 16 Chansons vor, die Edmund Nick, mit Kästner seit 1929 befreundet, unmittelbar nach ihrer Entstehung vertont hatte.
Die 45-jährige Brantl sang, wie man es von einer Chansonette erwartet, lebhaft und mit passender Mimik, mit Gesten und Bewegungen von Hüfte und Armen. Regnier, 1945 geboren, war ganz der souveräne alte Routinier in Haltung und Vortrag. Sein verschmitztes Lächeln tat immer seine Wirkung, selbst als er den Faden verlor und sich vom begleitenden Klavierspieler einsagen lassen mußte, was nicht gleich funktionierte. Diesem vorzüglichen Begleiter, Gerold Huber, zuzusehen, war ein besonderes Erlebnis; überlegen alles Geschehen überblickend, ließ er sich durch nichts aus der Ruhe bringen.Eine besondere Überraschung an diesem Abend, vielleicht sein Höhepunkt, war für mich, daß eben diese Tochter von Edmund Nick, Dagmar Nick, persönlich auf der Bühne saß, mit ihren demnächst 86 Jahren moderierte und von ihrem Vater und Erich Kästner erzählte! Sie strahlte die Würde der alten Dame aus in ihrem vollen grauen Haar, der gutgeschnittenen Kostümjacke in hellem Blaugrau und den anthrazitfarbenen Hosen.Zum Abschluß des Abends wurden die zehn Chansons des „Deutschen Ringelspiels“ gesungen, die 1947 für die Münchner „Schaubude“ geschrieben worden waren. Auch sie ein Fossil vergangener Zeit; in ihrer Aussage und Wirkung spürt man die damalige Zeit des Zusammenbruchs und Neubeginns mehr als die Kraft Kästnerscher Wortkunst.
Andreas Bode
Ein denkwürdiger Abend mit Chansons und Gedichten von Erich Kästner, vertont von Edmund Nick, am 22. Februar 2012 im Bürgerhaus Gräfelfing. Veranstaltet haben ihn die Gräfelfinger Gelegenheitsschreiber, die sich „GRÄGS“ nennen, was in schwedischen Ohren etwas unangenehme Assoziationen hervorrufen könnte, denn „jag kräks“ bedeutet „ich kotze“.
Doch die Veranstaltung war im Gegenteil sehr gut verdaulich, denn die Vortragenden, Susanne Brantl und Anatol Regnier, sind versierte Chansonsänger. Aber nicht nur das. Susanne Brantl, um mit der Dame anzufangen, hat teilweise verschollene Texte Erich Kästners aus der Zeit der Schaubude ausgegraben und zu einem Theaterstück mit dem Titel „Das Leben ohne Zeitverlust“ zusammengeführt, aus dem sie Lieder vortrug. Diese Texte samt den Arrangements von Edmund Nick waren von der Tochter des Komponisten, Dagmar Nick, aufbewahrt worden. Anatol Regnier wiederum ist, mit Verlaub gesagt, ein lebendes Fossil aus der großen Zeit des Münchner Chansons, denn sein Großvater war Frank Wedekind, seine Mutter Pamela Wedekind.
Susanne Brantl trat in Schwarz auf, die Haare dafür feuerwehrrot gefärbt trotz des Aschermittwochs. Anatol Regnier hatte ebenfalls schwarz gewählt, wohl wegen seines deutlichen Embonpoints. Als Ausgleich zu diesem ließ er aus seidig glänzendem kurzärmeligem Hemd seine männlich behaarten Arme sehen. Was auf seinem eiförmigen Kopf an Haaren übrig geblieben ist, trägt er als weißen Kurzhaarpelz.Beide trugen sie abwechselnd insgesamt 16 Chansons vor, die Edmund Nick, mit Kästner seit 1929 befreundet, unmittelbar nach ihrer Entstehung vertont hatte.
Die 45-jährige Brantl sang, wie man es von einer Chansonette erwartet, lebhaft und mit passender Mimik, mit Gesten und Bewegungen von Hüfte und Armen. Regnier, 1945 geboren, war ganz der souveräne alte Routinier in Haltung und Vortrag. Sein verschmitztes Lächeln tat immer seine Wirkung, selbst als er den Faden verlor und sich vom begleitenden Klavierspieler einsagen lassen mußte, was nicht gleich funktionierte. Diesem vorzüglichen Begleiter, Gerold Huber, zuzusehen, war ein besonderes Erlebnis; überlegen alles Geschehen überblickend, ließ er sich durch nichts aus der Ruhe bringen.Eine besondere Überraschung an diesem Abend, vielleicht sein Höhepunkt, war für mich, daß eben diese Tochter von Edmund Nick, Dagmar Nick, persönlich auf der Bühne saß, mit ihren demnächst 86 Jahren moderierte und von ihrem Vater und Erich Kästner erzählte! Sie strahlte die Würde der alten Dame aus in ihrem vollen grauen Haar, der gutgeschnittenen Kostümjacke in hellem Blaugrau und den anthrazitfarbenen Hosen.Zum Abschluß des Abends wurden die zehn Chansons des „Deutschen Ringelspiels“ gesungen, die 1947 für die Münchner „Schaubude“ geschrieben worden waren. Auch sie ein Fossil vergangener Zeit; in ihrer Aussage und Wirkung spürt man die damalige Zeit des Zusammenbruchs und Neubeginns mehr als die Kraft Kästnerscher Wortkunst.
Andreas Bode
Mittwoch, 29. Februar 2012
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Auf den Spuren Erich Kästners durch die Dresdner Neustadt: im Garten der Villa Augustin geht es los

Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart werden anschaulich erzählt.




Gruppenbild nach getaner SpurensucheWen wohl..?





