"Irgendwo das Paradies" lautet der Titel des Kästner-Musicals, das morgen Premiere am Gymnasium in Konz feiert. Ich habe mir heute die Generalprobe angeschaut und empfehle euch dieses außergewöhnliche Projekt.
Die Regiesseure haben die Handlungssträge aus Pünktchen und Anton geschickt mit dem Fabian verknüpft. Dazu werden einige Gedichte vertont vorgetragen. Auf dem Foto sieht man Kästner (mitte) mit Fabian (rechts) und Karlinchen, einer (fiktiven) Zwilligsschwester von Pünktchen, im Café Leon sitzen. Man diskutiert über die Nachdenkereien, die Karlinchem überhaupt nicht gefallen.
Die Schauspieler aus allem Klassenstufen sind mit sehr viel Engagement bei der Sache und die musikalische Leistung von Chor, Solisten und Combo ist außergewöhnlich. Die aktuelle Ankündigung aus der lokalen Zeitung findet ihr hier.
Wer also Zeit und Lust hat, sich am 16. oder 23. Juli nach Konz zu begeben, dem sei dieses Ereignis wärmstens empfohlen!
Dienstag, 15. Juli 2014
Sonntag, 29. Juni 2014
Interessantes Projekt am Gymnasium in Konz
Liebe Kästner Freunde,
ein sehr interessantes Projekt wird am 16. und 23. Juli in Konz auf die Bühne gebracht. In einer Ankündigung auf der Schulhomepage heißt es:
ein sehr interessantes Projekt wird am 16. und 23. Juli in Konz auf die Bühne gebracht. In einer Ankündigung auf der Schulhomepage heißt es:
"Zwei Handlungsstränge
kreuzen sich hier. Zum einen ist das Kinderbuch „Pünktchen
und Anton“ zu einem Musical mit vielen
lustigen und auch anrührenden Liedern umgeschrieben worden. Und zum
anderen wird Erich Kästner selbst die Bühne so betreten, wie man
ihn Anfang der 30er Jahre in Berlin kannte: bei jedem Wetter mit
Regenschirm in einem Café, Texte unterschiedlichster Art und Gattung
schreibend und jeder Zeit bereit, mit Gedichten in einer Revue selbst
aufzutreten. Dabei diskutiert er mit einer couragierten Elfjährigen
über „Pünktchen und Anton“, begegnet Figuren aus seinem Roman
„Fabian“
und auch solchen aus seinem eigenen Leben, wie z.B. seiner Mutter.
Zuschauerinnen und Zuschauer werden versetzt in das Jahr 1931,
erleben mit, was den Autor Kästner in diesem Jahr umtreibt. Damals
feierten die Comedian Harmonists
große Erfolge. Deren Lieder bilden das Rückgrat des Musicals,
sozusagen den Grundakkord."
Auch die lokale Presse hat bereits berichtet. Den Artikel findet Ihr unter diesem Link.
Es scheint ein einzigartiges Projekt zu sein! Ich hoffe, wir sehen uns.
Samstag, 28. Juni 2014
Radiotipp
Zwischen allen Stühlen
Eine lange Nacht über Erich Kästner
Sendezeit: am 26.Juli 2014 um 0.05 bis 3 Uhr im Deutschlandradio Kultur und um 23.05 bis 2 Uhr im Deutschlandfunk.
Im Programmheft findet man folgende Ankündigung: "Eine heiter-melancholische Radiorevue über einen Mann, der das Militär hasste, die Frauen begehrte und seine Mutter liebte; über einen Schriftsteller, der von den Lesern verehrt und den meisten Kritikern geschmäht wurde. Ein Schriftsteller, der es wagte, der Verbrennung seiner Bücher durch die Nazis am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz beizuwohnen."
Eine „Lange Nacht“ über Erich Kästner mit Udo Samel und dem Berliner Kabarett-Ensemble Tingeltangel." Regie: Rita Höhne
Dieser Beitrag wurde bereits am 21. Feb. 1999 unter dem Titel: >>Zwischen allen Stühlen<< zum 100. Geburtstag von Erich Kästner gesendet. Es handelt sich um eine Aufnahme der Veranstaltung vom 4. Feb. 1999 aus dem Konzerthaus Berlin / Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. DW
Eine lange Nacht über Erich Kästner
Sendezeit: am 26.Juli 2014 um 0.05 bis 3 Uhr im Deutschlandradio Kultur und um 23.05 bis 2 Uhr im Deutschlandfunk.
Im Programmheft findet man folgende Ankündigung: "Eine heiter-melancholische Radiorevue über einen Mann, der das Militär hasste, die Frauen begehrte und seine Mutter liebte; über einen Schriftsteller, der von den Lesern verehrt und den meisten Kritikern geschmäht wurde. Ein Schriftsteller, der es wagte, der Verbrennung seiner Bücher durch die Nazis am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz beizuwohnen."
Eine „Lange Nacht“ über Erich Kästner mit Udo Samel und dem Berliner Kabarett-Ensemble Tingeltangel." Regie: Rita Höhne
Dieser Beitrag wurde bereits am 21. Feb. 1999 unter dem Titel: >>Zwischen allen Stühlen<< zum 100. Geburtstag von Erich Kästner gesendet. Es handelt sich um eine Aufnahme der Veranstaltung vom 4. Feb. 1999 aus dem Konzerthaus Berlin / Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. DW
Dienstag, 3. Juni 2014
Hanna Maron gestorben
Heute am 3. Juni erschien in der
Süddeutschen Zeitung (Feuilleton S. 11) ein posthumes Interview mit der
Schauspielerin Hanna Maron (früher Hannele Maierzak), die am 30.5. in
Tel Aviv starb. Sie spielte unter anderem in Berlin vor 1933 die Rolle
des Pünktchen im Theaterstück „Pünktchen und Anton“. In Paris, wohin
ihre Mutter mit ihr 1932 nach der Trennung von ihrem Mann fuhr, spielte
sie in der französischen Fassung der Theaterfassung von „Emil und die
Detektive“ mit.
Mittwoch, 7. Mai 2014
Erich Kästner: "Bücher kann man nicht verbrennen"
Aus
Anlass der Bücherverbrennungen 1933, die ihren Anfang in Dresden
nahmen, veranstalten die Unabhängige Schriftsteller Assoziation
Dresden e. V. und das Literaturhaus Villa Augustin am 08. Mai einen
mehrmedialen Abend mit Lesungen, symbolischer Rückgabe der
Verbrannten Bücher an die Leser sowie Filmvorführung, zu dem wir
Sie herzlich einladen möchten.
Es
lesen die Dresdner Autoren Norbert Weiß und Uta Hauthal aus der
Verbrannten Literatur von Joachim Ringelnatz und Elisabeth Hauptmann.
Im Vorfeld oder zur Veranstaltung können Sie außerdem gern ein Buch
der „Schwarzen Liste“ mitbringen, um es so den Lesern symbolisch
zurückzugeben. In einer anschließenden Gesprächsrunde kann über
diese Werke gesprochen werden. Alternativ findet eine Vorführung des
Films „Fahrenheit 451“ (1966, François Truffaut) statt, der auf
dem gleichnamigen Buch von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953 basiert.
Der Roman beschreibt eine dystopische Mediengesellschaft, in der
Denken verboten ist, der Besitz von Büchern geahndet wird und diese
verbrannt werden. 451 Grad Fahrenheit bezeichnet dabei die
Temperatur, bei der Papier Feuer fängt.
Beginn
ist 19:00, der Eintritt ist frei.
Mehr dazu hier
Sonntag, 4. Mai 2014
Schule der Diktatoren nach Erich Kästner
Premiere im Jungen Studio
Theater Lübeck am 3.5.2014
In
einem rechteckigen Raum zerteilen zwei rote Teppiche diesen diagonal. In
jedem der vier entstehenden Dreiecke sind je 15 Zuschauerplätze
symmetrisch angeordnet: In den vier Ecken des Raumes stehen schon
jeweils drei Diktatorenschüler im stilisierten Frack mit weißer
Hemdbrust und Bowler bereit. Die Zuschauer nehmen Platz, das Licht
geht aus und nach einer kurzen Stille ertönt eine Marschmusik und
die >Ausbildung< beginnt: Die Diktatorenanwärter marschieren
quer durch den Raum auf dem roten Teppich - der Bühne. Es folgt der
Auftritt eines Präsidenten, ein Attentat, das Nachhelfen der
eigentlichen Drahtzieher...
Szenenwechsel: Bei bekannter Marschmusik werden die roten gegen grüne Teppiche
ausgetauscht....
Szenenwechsel: Bei bekannter Marschmusik werden die grünen gegen die roten Teppiche
ausgetauscht ...
Die
Handlung nimmt ihren Lauf, die Marschmusik verändert ihren Klang,
klingt manchmal verzerrt, mal zackig, mal dumpf. Die jungen
Schauspieler des Spielclubs 4 sind sehr entschlossen und konzentriert
in dem Stück eingebunden. Eine großartige Leistung! Viele der 12 Protagonisten bekleiden Doppel- oder Dreifachrollen. Der ritualmäßige
Szenenwechsel bietet Zeit in das andere Kostüm zu schlüpfen. Für
den Zuschauer ein Verweilen im Geschehen. Die Zahl der
Diktatorenschüler wird durch den natürlichen Schwund geringer... -
bis zur Revolution...
Mit
großem Beifall wird die anderthalbstündige Aufführung beendet!
Es
ist wirklich schade, das sich weit und breit nur 4 Aufführungen im
Spielplan des Lübecker Theaters finden lassen, da die Aktualität
einer Systematisierung 57 Jahre nach der Uraufführung von Erich
Kästners Stück in nichts eingebüßt hat.
(DW)
weitere
Aufführungen: 4.5, 5.5. und 6.5.2014
Mittwoch, 30. April 2014
Rezension zu Walter Trier: Eine Bilderbuch-Karriere
Antje Neuner-Warthorst
Walter Trier: Eine
Bilderbuch-Karriere.- Berlin: Nicolai, 2014.- 304 S.
Die Autorin bekennt
gleich in der Einleitung, daß es außer knappen Angaben zur
Ausbildung "aus dem weiteren Leben von Walter Trier kaum
schriftliche Zeugnisse oder private Dokumente" gibt. Unter
diesen miesen Voraussetzungen dennoch eine Lebensbeschreibung zu
wagen (nach der umfangreichen Werkanalyse für das
Wilhelm-Busch-Museum), scheint daher ein fast tollkühnes
Unternehmen. Aber Neuner-Warthorst schafft das Kunststück, aus
zahlreichen Bildbeiträgen Triers und vielen Zeugnissen von Freunden
und Kollegen (darunter den besonders informativen Erinnerungen Max
Brods an die gemeinsame Kindheit) seinen Lebenslauf und die
berufliche Karriere herauszudestillieren. Das liest sich äußerst
spannend, und man bekommt zugleich eine Kulturgeschichte der ersten
Hälfte des 20. Jahrhunderts aus einem speziellen Blickwinkel
mitgeliefert, in der Erich Kästner naturgemäß eine besondere
Stellung einnimmt.
Andreas Bode
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