Samstag, 8. Januar 2011

Erich Kästner - Januar 2011

Das Erich Kästner-Gedicht,
‚bei Durchsicht seiner Bücher‘ gefunden:

Dritter Beitrag von Peter Weiler

Das ist neu!
Eingeschränkte Wohltätigkeit

Kästner hatte vor 80 Jahren recht: Das Leben ist lebensgefährlich.
Da sieht einer die Not und spendet einen Groschen
… und wird „fürchterlich verdroschen“.
Kästner hat auch 2011 recht: Das Leben ist immer noch lebensgefährlich.
Da sieht einer eine Notlage, mischt sich ein und will helfen
… und wird „krankenhausreif“ geprügelt.
Wir sind erschrocken und wenden uns ab.
Und wenn uns wieder einmal „schrecklich mild zumute“ wird,
spenden wir lieber nur noch anonym auf ein Spendenkonto.
Denn so schrieb der Dichter am Ende seines Gedichtes:
Anmerkung: Der Wohltätigkeit, heißt es,
sind keine Schranken gesetzt?
Welcher Irrtum!

Das Gedicht, auf das sich dieser Hinweis bezieht,
erschien erstmals 1929 in der Zeitschrift „Die Weltbühne“.
Es darf jedoch wegen des Urheberrechts hier nicht
einfach abgedruckt werden.
Sie finden es aber im Gedichtband
„Ein Mann gibt Auskunft“
z.B. in der dtv-Ausgabe (Band 11005) von 19993
und dort auf der Seite 10.

Peter Weiler. Jan. 2011

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Kästner im Radio: "Das Haus Erinnerung"

Kästner im Radio:

"Das Haus Erinnerung"
lautet der Titel einer Radiosendung auf hr 2, die für den 31. Oktober, 22 Uhr, angekündigt wird.

Enstanden sind die 60 Minuten 1959 durch RIAS und Hessischen Rundfunk. Es geht um ein Klassentreffen nach 25 Jahren, bei dem Entscheidungen, Wünsche und Vorstellungen reflektiert werden. "Kästner stellt sich selber als Dichter mitten hinein in diese Zusammenkunft; er ist einer von denen, die da ihre Jugend suchen und dann über das Verlorene und Wiedererweckbare, über Wandlungen und Wege debattieren", heisst es in der Ankündigung. Weitere Mitwirkende sind unter anderem Hans Söhnker, Friedrich Schönfelder und Hans Caninenberg.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Neue Reihe - Das Erich Kästner-Gedicht, bei Durchsicht seiner Bücher‘ gefunden:

Das Erich Kästner-Gedicht,
‚bei Durchsicht seiner Bücher‘ gefunden:

– Zweiter Beitrag von Peter Weiler

Das ist neu!
Erich Kästner sieht in die Zukunft:

Es ist Herbst und kaltwindig.
Kästner beschrieb es präzise und nachfühlbar,
als dichtete er für die „Dreizehn Monate“.
Da sah er sie wohl, die herbstlich frierenden Abgeordneten,
wie sie abends schlüpften in den wärmenden Pfuhl.
Er hörte sie schnarchen und ahnte viel mehr:
Morgen fallen sie wieder übereinander her.
Cool!

Das Gedicht, auf das sich dieser Hinweis bezieht,
darf wegen des Urheberrechts hier nicht
einfach abgedruckt werden.
Sie finden es aber im Gedichtband
„Dr. Erich Kästners lyrische Hausapotheke“
z.B. in der dtv-Ausgabe von 1999 (Band 11001)
und dort auf der Seite 136.

Peter Weiler. Okt. 2010

Donnerstag, 23. September 2010

ERICH KÄSTNER - KLASSISCH

ERICH KÄSTNER - KLASSISCH
Mitgliederversammlung der Erich Kästner Gesellschaft e.V. 2011

Die nächste Mitgliederversammlung und Jahrestagung 2011 der Erich Kästner Gesellschaft e.V. findet unter dem Rahmenthema :
" ERICH KÄSTNER - KLASSISCH.
ERICH KÄSTNER UND DIE WEIMARER KLASSIK"
vom 8. bis 10. April 2011 im Wielandgut Oßmannstedt / Weimar und in Weimar statt.
Nähere Hinweise folgen.
Informationen vorab beim Vorsitzenden:
" bmeier@rz.uni-leipzig.de"
oder
"bernharddoc@t-online.de"
gez. Prof. Dr. Bernhard Meier
1. Vorsitzender

Sonntag, 22. August 2010

Liebe Kästner-Gemeinde...

Liebe Kästner-Gemeinde,
eben ereilt mich ein freundlicher Hinweis.
Die Samstag- Ausgabe der Tageszeitung DIE WELT (21.8.2010) enthält im Feuilleton ("Literarische Welt") einen Abdruck von EKs Geschichte "Inferno im Hotel - "Keimzelle", wie die WELT schreibt, von EKs "Drei Männer im Schnee".
"Drei Männer im Schnee" erscheint übrigens Ende August in einer Neuausgabe des Atrium-Verlages (19,90 Eu).
Mit freundlichen Grüßen an die verehrte EK-Gemeinde,
herzlichst Bernhard Meier



DIE WELT: 21.08.10

Inferno im Hotel

Eine wiederentdeckte Geschichte von Erich Kästner
Von Erich Kästner

Im Sommer 1927 saß Erich Kästner in einer Zeitungsredaktion und musste Tausende von Einsendungen zu einem Preisausschreiben prüfen und sortieren. Gut möglich, dass sich Kästner im Verlauf dieser ihn zweifellos frustrierenden Tätigkeit klarmachte, dass die Gewinner eines Preisausschreibens nicht immer den Erwartungen derer entsprechen, die die Preise aussetzen. Jedenfalls erschien nur wenige Wochen später, am 9. August 1927, im "Berliner Tageblatt" seine Geschichte "Inferno im Hotel", die genau das zum Thema hat. Sie wurde zur Keimzelle eines der beliebtesten Bücher Erich Kästners, nämlich der "Drei Männer im Schnee". Als dieser betont heitere Roman 1934 erschien, den man ein "Märchen für Erwachsene" genannt hat, hatten sich die Akzente allerdings deutlich verschoben. Und was die Ursprungs-Geschichte angeht, so wurde sie nie wieder veröffentlicht. Nun erscheint sie Ende August im Atrium-Verlag (19,90 Euro) im Rahmen einer Neuausgabe der "Drei Männer im Schnee". Die Literarische Welt veröffentlicht sie ungekürzt vorab.

http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article9120743/Inferno-im-Hotel.html

Freitag, 6. August 2010

Kästner-Lesung

Kästner-Lesung
Der Schauspieler
Hans-Jürgen Schatz liest

am 23. September 2010 um 20 Uhr
Gedichte und Epigramme unseres Autors

im

Renaissance-Theater Berlin,
Knesebeckstr. 100

(Ecke Hardenbergstraße).

Die Theaterkasse hat die Telefonnummer (030)3124202
und bietet Kreditenkartenservice.

www.renaissance-theater.de/

Mit freundschaftlichen Grüßen
Rüdiger

Montag, 24. Mai 2010

Erich Kästner Jahrbuch Band 6 - Kleiner Kommentar... - Colette.O

Kleiner Kommentar zum Beitrag Adolf mit dem langen Arm von Antje Neuner-Warthorst in : Erich Kästner Jahrbuch Band 6, von Ruairi O’Brien und Bernhard Meier hrsg., Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2010

Mitte Mai fand die Mitgliederversammlung der Erich Kästner Gesellschaft in Bamberg statt. Im Zug, auf dem Weg nach Hause, blätterte ich im neuen Jahrbuch und las den Beitrag von Antje Neuner Warthorst über die langjährige Zusammenarbeit von Walter Trier und Erich Kästner.

Es ist schon interessant, wieder einmal feststellen zu müssen, wie unser jeweiliges Vorhaben verschiedene Facetten der Wirklichkeit ins Blickfeld rückt. So war Antje Neuner-Warthorst auf der Suche nach Informationen über Walter Trier, als sie die Korrespondenz zwischen Erich Kästner und seiner Mutter las, ich dagegen nach Auskünften über Erich Kästners publizistische Tätigkeiten. Und so sieht Frau Neuner-Warthorst die Situation im Jahre 1933, als Erich Kästner « Das fliegende Klassenzimmer » veröffentlichen will, anders und auch genauer, als ich es tat. Die schwierigen Gespräche mit Curt Weller in Stuttgart hatte ich wie viele anderen auch – die (wie ich) von Luiselotte Enderles Biografie und später von Kästners geschmückten Aussagen geblendet waren - mit dem Publikationsverbot Erich Kästners gebracht. Antje Neuner-Warthorsts Behauptung, « das viel größere Problem dürfte damals die Mitarbeit des jüdischen Zeichners gewesen sein », leuchtet mir ein, um so mehr als sie erinnert, dass die Illustrationen zum « fliegenden Klassenzimmer » damals ohne Triers Signatur erschienen sind und dass der Friedrich Andreas Perthes Verlag auch sonst in keiner Weise auf die Mitarbeit des Zeichners hinwies. Dem geschulten Blick der Walter Trier Spezialistin entgeht kein Detail : sie kennt den Zeichner so gut, dass sie in den Bildern seine Intentionen wie aus einem Buch liest.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit des Schriftstellers und des Zeichners währte von 1929, dem Erscheinungsjahr von « Emil und die Detektive » bis 1949, dem Ercheinungsjahr von « Die Konferenz der Tiere » und war tatsächlich eher geschäftlicher Art. Dass es trotzdem zu einer Art Symbiose zwischen Text und Zeichnungen immer wieder kam, ist meiner Meinung nach Walter Triers Einfühlungsvermögen und großem Talent zu verdanken.

Eine Sache bleibt noch unklar : von wem wurde der Atrium Verlag in Basel gegründet ? 1933 von Edith Jacobsohn, als sie ins Exil fuhr, wie Antje Neuner-Warthorst es schildert oder von Kurt Maschler im Jahre 1935, wie ich es rekonstruiert habe ? WER WEISS BESCHEID ?

Colette.O

P.S. : Für diejenigen, die mehr über Walter Triers und Erich Kästners Kooperation erfahren wollen und vor allem die Bilder von Walter Trier bewundern wollen, sei auf die Publikation Walter Trier : Politik, Kunst, Reklame (Atrium, Zürich 2006) von Antje Neuner-Warthorst hingewiesen. Es handelt sich um ein wunderbares Katalogbuch, das anlässlich der Hanno-verschen Ausstellung veröffentlicht wurde.