Sonntag, 2. April 2017

Neuigkeiten

Im Internet gibt es ein schönes Interview mit unserem ehemaligen Vorsitzenden Bernhard Meier, das ihr hier findet. Einen schönen Tag wünsche ich euch.

Freitag, 24. März 2017

Das Doppelte Lottchen am Ostersonntag

Die Neuverfilmung vom Doppelten Lottchen läuft am Ostersonntag ab 14.05 Uhr im Ersten. Weitere Informationen über den Film findet ihr hier (Text) und hier (Audio) und hier (Video) auf den Seiten des SWR. Produzentin ist Uschi Reich, Mitglied der Erich Kästner Gesellschaft, die damit nach Pünktchen und Anton (1999), Emil und die Detektive (2001) und dem Fliegenden Klassenzimmer (2003) bereits ihren vierten Kästner-Film produziert. 
Zum Doppelten Lottchen auch diese Fundsache aus dem ZEITmagazin:
Euch allen einen schönen Tag.

Freitag, 17. März 2017

Gestern in Recklinghausen

Einige Mitglieder der Erich Kästner Gesellschaft haben sich gestern auf den Weg nach Recklinghausen gemacht, um dort im Rahmen des 8. Kirchlichen Filmfestivals Kästner und der kleine Dienstag zu sehen.
Um es vorweg zu nehmen: Der Film ist beeindruckend, berührend und bedrückend. Er thematisert Kästners Verhalten während des Nationalsozialismus und seine Freundschaft zu Hans Albrecht Löhr, dem Darsteller des kleinen Dienstag aus der Emil-Verfilmung von 1931, und zu Erich Ohser. Außerdem treten so ganz nebenbei u.a. Walter Trier, Cecilie Dressler, Herti Kirchner, Edith Jacobsohn und, Zigarre rauchend, Ida Kästner auf. Das macht Spaß.
Der Spaß vergeht, wenn sich die Arme der Diktatur nach Kästner und Löhr ausstrecken und die Repressionen zunehmen. Das Happy End bleibt bekanntlich aus.
Im Anschluss an die Filmvorführung bestand die Gelegenheit, mit den jugendlichen Darstellern, u.a. Nico Ramon Kleemann (Löhr), zu sprechen.
Zudem erläuterte Dr. Johan Zonneveld die historischen Hintergründe und die Entstehungsgeschichte des Films. Der ausgewiesene Kästnerexperte attestierte dem Film eine hohe Authentizität und zitierte aus einem ergreifenden Brief Kästners an Lotte Löhr, Hans-Albrechts Mutter.
Die anwesenden rund 200 Zuschauer im ausverkauften Saal honorierten Filmvorführung und Expertengespräche mit langanhaltendem Applaus. Der Film läuft wohl im Herbst in der ARD.

Freitag, 10. März 2017

Kästner und der kleine Dienstag

Im Cineworld in Recklinghausen läuft im Rahmen des 8. Kirchlichen Filmfestivals am Donnerstag den 16.3.2017 um 20 Uhr der Film Kästner und der kleine Dienstag, auf den ich schon mehrfach hingewiesen habe, der aber im Fernsehen noch nicht zu sehen war. Weitere Informationen, auch zu den Gästen, die der Vorführung beiwohnen werden, hier!

Mittwoch, 22. Februar 2017

Herzlichen Glückwunsch

In Vorbereitung auf unser jährliches Geburtstagsritual - einen Single Malt auf Erich Kästner - schauen wir fasziniert auf die Vielseitigkeit seines Werkes:
Mit den Worten von James Krüss gratulieren wir ganz herzlich.

Freitag, 3. Februar 2017

Erich Kästner Museumsfestival 2017 in Dresden

Liebe Freunde,
heute erreichte mich das Programm des Erich Kästner Museumsfestivals in Dresden. Sie haben dort wieder ein interessantes Programm auf die Beine gestellt. Nichts wie hin! In NRW ist es die Karnevalswoche des Kaufmanns ... da hat man doch Zeit Auto zu fahren! Mehr zum Programm hier.

Und zum Film Erich Kästner und der kleine Dienstag habe ich auch noch etwas interessantes gefunden. Der Film ist m.E. in Deutschland noch nicht zu sehen gewesen, oder? Da sind uns die Amerikaner mal wieder eine Nasenlänge voraus. Mehr vom Portland German Filmfestival hier.

Mittwoch, 25. Januar 2017

„Konferenz der Tiere“ in Göttingen: Hervorragende Inszenierung

GÖTTINGEN. Kolossal beeindruckend und gelungen, das fanden auch die Zuschauer im ausverkauften Jungen Theater Göttingen. Mit Getrampel, Jubel und langanhaltendem Applaus endete dort am Sonntag, 22. Januar, die Uraufführung von „Die Konferenz der Tiere“. Seit mehreren Jahren entwickelt das Junge Theater mit der Freien Theatercompany „DAS HYBRIS“ - Absolventen der Berliner Ernst-Busch-Hochschule - ein Stück, dieses Jahr nun Kästners Appell von 1949, zum Anschauen geeignet ab zehn Jahre.
Eine spannende Inszenierung als Ein-Personen-Stück mit vielen Figurenelementen und Hintergrundeinblendungen (diese von Nico Parisius) sowie Musik von Moritz Schwerin: In der Rahmenhandlung bereitet „Elisabeth“ als „UNICEF-Abgeordnete Deutschland, Schwerpunkt Kinderschutz“  am Laptop ihre Rede zur nächsten Konferenz vor. Frieden und Sicherheit für Alle, besonders für die Kinder, das ist das Ziel. Lena Wimmer spielt diese und verkörpert auch alle anderen Rollen – mit Ausnahme des „Herrn Weichmann“, (Parisius), der im Hintergrund von den „anderen Politiker-Konferenzen“ zugeschaltet wird. Mit Wahnsinnspower und großem Tempo agiert sie in diese(n) Rolle(n) hervorragend. Auch die Konzentration des Zuschauers bleibt 60 Minuten gefordert.
Mit Zeitungspapierflügeln ähnelt sie einer Friedenstaube, umspannt den Globus und berichtet von aktuellen Flüchtlingszahlen und Konfliktherden. Nun taucht die Inszenierung von Franziska Rattay ein in die Frage, „Was wäre, wenn die Tiere eine Friedens-Konferenz machen würden?“. Es folgen Tierverwandlungen, die verblüffen, und eine Schauspielerin, die sie alle spricht, murmelt, quiekt, brüllt und einzeln mit Taschenlampe beleuchtet, so dass das Publikum das „gerade sprechende Tier“ erkennt: Die Pelzkappen-Mütze wird zum mutigen Löwen, der lange Stockschirm zur weitsichtigen Giraffe, die umgedrehte Blechgießkanne mit angeklebten Ohren zum Dickhäuter Alois. Nicht zu vergessen der weiße Mülleimerdeckel-Eisbär, der rote Handfeger-Tapir und der Stier aus Nordamerika, zu erkennen am umgedrehten Holzbügel-Gehörn. Der Büroschrank wird zum Hochhaus der Tiere mit den unterschiedlichsten Abteilungen, die der phantasiebegabte Zuschauer natürlich sofort „sieht“: Dort der Polarbereich für den Eisbären, hier der Swimmingpool für den Delfin und der bunte Staubwedel ist selbstverständlich zu erkennen als Papagei-Hoteldirektor.
Die Textfassung von Rattay und Wimmer bleibt nah am Original, einiges gut aktualisiert, so auch die Forderungen, die der „General“ nach der Entführung der Kinder schließlich unterschreibt. Die Ratten, Mäuse sowie Motten, die zuvor Akten- und Kleidung vernichteten, wurden eingeblendet, während das Publikum sich über den verzweifelt wehrenden  „General“ freute. Als nach getaner Unterschrift das Licht heller wird und der „General“ das Publikum als die verloren geglaubten Kinder wieder erkennt, wirkt dies zunächst wie ein Happy End, bis „Herr Weichmann“ „Elisabeth“ zu ihrer Konferenzrede ruft, in die Realität. Erster und letzter Satz der Inszenierung: „Elisabeth,. Du schaffst das!“ Die Inszenierung hat es geschafft!

D. Ehrenheim-Schmidt