Dienstag, 30. Dezember 2014

Preisträger des Erich Kästner Förderpreises 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Jury ist sich endlich einig! Lange haben wir diesmal gerungen, auch weil die eingereichten Beiträge so vielseitig waren. Zudem standen wir wegen unterschiedlicher Dateiformate vor technischen Problemen, die es zu lösen galt, bevor sich alle Jurymitglieder alle Beiträge anschauen konnten.
Doch nun stehen die Sieger fest.

Der Erich Kästner Förderpreis 2014 geht an das Gymnasium Konz.

In der dortigen Festhalle fand im Juli das Erich Kästner Musical „Irgendwo das Paradies“ statt. Es handelt sich dabei um eine Collage aus Kästner-Texten aus dem Jahr 1931. Verwendet wurden Fabian, Pünktchen und Anton, Gedichte aus Gesang zwischen der Stühlen und einige der Briefe an seine Mutter. Besonders beeindruckt hat die Jury die intensive Schüleraktivität und das jahrgangsübergreifende Gesamtprojekt mit über 100 Mitwirkenden. Das Video zeigt Fabian (rechts) mit Kästner und Karlinchen, einer fiktiven Zwillingsschwester von Pünktchen, im Café.

video

 
Ausgezeichnet wurde außerdem die Erich Kästner Schule in Maintal, die 2014 ein Erich Kästner Jahr ausgerufen hatte. Zahlreiche Projekte mit ganz verschiedenen Schwerpunkten (Theater, Gedichtvorträge, Tanz, Standbilder, Töpfern, Gestaltung von Buchcovern) wurden im Laufe des Jahres verwirklicht und vorgestellt.

Ebenfalls prämiert wurde das Diakonische Werk Bethanien in Iserlohn, das sich in den Sommerferien auf „den Spuren von Emil und den Detektiven“ befand. Kinder mit und ohne Beeinträchtigung erlebten Inklusion und verbrachten gemeinsam einen spannenden Tag auf der Jagd!

Allen Teilnehmern am Erich Kästner Förderpreis sei hier ausdrücklich ganz herzlich für ihr Engagement gedankt. Sie alle bekommen in den nächsten Tagen Post der Erich Kästner Gesellschaft. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie vielseitig die Beschäftigung mit dem Leben und Werk Erich Kästners sein kann. Weiter so und auf ein Neues in 2015.

Die Ausschreibung des Erich Kästner Förderpreises 2015 folgt in Kürze.


Sonntag, 23. November 2014

Erich Kästner und Berlin

Artur machte mich auf eine Neuerscheinung aufmerksam:

"Kästners Berlin" heißt das neue Buch des "Berlinologen" Michael Bienert, in dem er sich auf die Spur Erich Kästners setzt.

Eine Leseprobe findet ihr im Berliner Tagespiegel unter folgendem Link. 


Ein weiterer schöner Artikel von Michael Bienert ist auch im Internet verfügbar.

Dienstag, 7. Oktober 2014

"Drei Männer im Schnee" in Bochum

Das Schauspielhaus Bochum spielt ab Oktober Kästners "Drei Männer im Schnee". In der Pressemitteilung von Christine Hoenmanns heißt es: 

"Ein Jahr nachdem seine Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt worden waren schrieb Erich Kästner 1934 „Drei Männer im Schnee“. Aufgrund seines Publikationsverbotes erschien der Roman zunächst in der Schweiz. Unter dem Pseudonym Robert Neuner entstand im selben Jahr eine Theaterfassung mit dem Titel „Das lebenslängliche Kind“, die sich sehr großer Beliebtheit erfreute. Als man begann einen Zusammenhang zwischen Robert Neuner und Erich Kästner herzustellen, wurde das Stück umgehend von den Nationalsozialisten verboten. 80 Jahre nach der Veröffentlichung steht der Unterhaltungsroman nun in der Regie von Christian Brey, der damit sein Bochum-Debüt gibt, auf dem Spielplan des Schauspielhauses. In der Rolle der Millionärstochter Hilde stellt sich Juliane Fisch dem Bochumer Publikum vor. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Hedi Kriegeskotte, die von 1986-1993 in Bochum engagiert war. Die drei Männer im Schnee sind: Martin Horn als Millionär Tobler, Günter Alt als dessen Diener Johann sowie Matthias Kelle als arbeitsloser Werbefachmann. Die Premiere ist am 18. Oktober im Schauspielhaus."

Weitere Informationen zur Inszenierung findet ihr im Pressebrief Oktober 2014 unter folgendem Link. Ansonsten gibt es hier den Hinweis auf das Stück und die Premiere am 18. Oktober. Weitere Aufführungen sind für den 23. und 24. Oktober vorgesehen.

Dienstag, 30. September 2014

Erich Kästner Days in Washington

Die Deutsche Botschaft in Washington organisiert vom 28. Oktober bis zum 1. November 2014 Erich Kästner Tage in ihren Räumen. Unser Mitglied Thomas von Pluto wird dort einen Vortrag halten und auch Ulrich Schütte wird singen. Das Erich Kästner Museum Dresden zeigt seine mobile Ausstellung. Im Ankündigungtext für die Veranstaltung klingt das dann so:

Erich Kästner Days


Tuesday, October 28 through Saturday, November 1

 
German Embassy Auditorium

Erich Kästner Days
Forty years after his death, Erich Kästner (1899-1974) remains among the most popular of German authors. This is due in part to his literary output, which includes several classics of children’s literature such as Emil and the Detectives and Lottie and Lisa (twice adapted by Walt Disney as The Parent Trap). However, it is also explained by his remarkable biography, interwoven with the tumultuous history of 20th century Germany.
To celebrate the life and work of this unique literary figure, the German Embassy and its partners present a week of Erich Kästner-themed events. These include the opening of a mobile, interactive micro-museum devoted to Kästner; a program of lieder performed by Ulrich Schütte based on Kästner’s poetry cycle Die 13 Monate; and an illustrated lecture in German by Thomas von Pluto-Prondzinski, in cooperation with the German Language Society, examining Kästner’s double persona both as a beloved children’s author as well as a keen observer and a protagonist of 20th century German literature and history.
Program of Events:
  • Tuesday, Oct. 28, 7 pm: Opening of a traveling “micro-museum” exhibition by the Erich Kästner Museum Dresden & presentation on the author’s life and works focusing on the four “Kästner cities” Dresden, Leipzig, Munich and Berlin
  • Wednesday, Oct. 29, 7 pm: Presentation by Ulrich Schütte of lieder composed for Kästner’s poem cycle Die 13 Monate
  • Thursday, Oct. 30, 7 pm: Illustrated Lecture with the German Language Society (in German) Ich saß in einem großen Wartesaal, und der hieß Europa – Erich Kästner: der Schriftsteller als Zeitzeuge
  • Saturday, Nov. 1, starting 10 am: Kids Euro Festival: Screening of Kästner-themed films Das Fliegende Klassenzimmer & Emil und die Detektive; sneak-preview of the Imagination Stage production “Double Trouble”, opening summer 2015, based on Eric Kästner's novel Lottie & Lisa; activities for children
These programs are free of charge; however reservations are required due to space and security considerations. To register, please visit the event page at germany.info


Wer also spontan ist, Zeit, Lust und Geld hat und sowieso schon immer mal in die Hauptstadt der USA reisen wollte, der hat jetzt einen zusätzlichen Anreiz! Weitere Informationen gibt es hier.

Dienstag, 23. September 2014

Erich Kästner: Notebene 45 mit Gebärdensprachdolmetschung

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, lädt zu einer Lesung mit Musik ins Kleisthaus in Berlin ein:
  
ERICH KÄSTNER: NOTABENE 45
Gelesen von Christian Steyer
MITTWOCH   8. OKTOBER 2014   19 UHR
Mit Gebärdensprachdolmetschung

In der Ankündigung der Veranstaltung heist es: "In seinem 1961 erschienenen Tagebuch schreibt Erich Kästner nicht nur über sein unmittelbares Erleben zwischen dem 7. Februar und dem 2. August 1945, sondern gibt auch stichpunktartig einen Überblick über die damals aktuellen politischen Geschehnisse. Seine Notizen sind ein bewegendes Zeugnis jener Zeit.
Christian Steyer ist ausgebildeter Schauspieler und Pianist. Neben seiner Theatertätigkeit als Schauspieler, Komponist und Musiker hat er über 50 Film- und Fernsehrollen verkörpert. Aus seiner Feder stammen außerdem mehr als 30 Filmmusiken."

Alles weitere findet ihr hier. 

Mittwoch, 17. September 2014

Erich Kästner Tagung in der Thomas Morus Akademie in Bensberg

Die Thomas Morus Akademie in Bensberg veranstaltet am 18. und 19. Oktober 2014 eine Tagung mit dem Titel „Leben ist immer lebensgefährlich“ - Zum 40. Todestag von Erich Kästner.
Einige unserer Mitglieder zählen zu den Referenten.  Das Tagungsprogramm findet ihr unter diesem Link. Einige Mitglieder der Erich Kästner Gesellschaft haben sich schon angemeldet und so bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, sich zu treffen und auszutauschen. Ich bin jedenfalls dabei.

Montag, 1. September 2014

Susanne Brantl eröffnet Erich Kästner Tagung in München

Diese Zeit ist meine Zeit: Ein Abend für Erich Kästner (1899-1974)
Donnerstag 18. September 2014 20:00 Uhr
Eine Hommage an Kästners zeitlosen Reimwitz, seine virtuose Satirisierung des politischen Zeitgeistes und unentrinnbar triftigen Darstellungen von Gefühlsambivalenzen:

Susanne Brantl, begleitet von Christian Mayer, präsentiert Gedichte und Chansons, vertont von Kästners Freund Edmund Nick. Im Gespräch mit Sven Hanuschek (Professor für Germanistik an der LMU) erzählt Dagmar Nick von den Entstehungsumständen dieser Arbeiten. Zu hören ist außerdem eine Uraufführung des Komponisten und Philosophen Michael B. Weiß.

Weitere Informationen findet ihr auf der Seite der Stiftung Lyrik Kabinett. 

Dienstag, 12. August 2014

Erich Kästner und die Moderne

Tagung vom 18.-20. September 2014, Lyrik Kabinett München
(Amalienstr. 83a/Rückgebäude)

Eine Veranstaltung des Lyrik Kabinetts in Zusammenarbeit mit der LMU und dem Kulturreferat der Stadt München


Professor Sven Hanuschek lädt zu einer Erich Kästner Tagung nach Müchen ein. Das Veranstaltungsprogramm findet ihr hier. In seiner Einladung zur Tagung schreibt Hanuschek:
 
"Die literaturwissenschaftliche Erforschung des Werkes von Erich Kästner (1899-1974) hat in den vergangenen 15 Jahren stark zugenommen. Der Schriftsteller gilt – neben seiner stets unbestrittenen Bedeutung als Kinderbuchautor – nicht mehr nur als Gebrauchs- und Unterhaltungsschriftsteller, er hat einige Kanonisierungs-Hürden genommen: Es gibt eine dreibändige Gesamtbibliographie, eine kommentierte Werkausgabe, neue Editionen aus dem Nachlass; auch im Literaturbetrieb ist er vertreten, es gibt mehrere Kästner-Preise und große mediale Feiern von Jubiläen jeder Art. Dennoch spielt Kästner nicht in der Liga der Kafka, Mann, Musil mit, von Joyce und Proust ganz zu schweigen; in der Gruppe der Autoren der frühen Moderne wird er eher ausnahmsweise oder gar nicht genannt. Allein in der Kinder- und Jugendliteraturforschung ist Kästners Leistung im Prozess der Modernisierung der KJL analysiert worden. Auf der zweiten Tagung des 2011 gegründeten‚ Arbeitskreises Erich Kästner-Forschung soll nun untersucht werden, wie sehr Kästner tatsächlich der frühen Moderne verbunden ist: Welche ästhetischen Strategien verwendet – oder gar: prägt – er, die hier anschließen?
Die klassische Moderne steht für eine ganze Reihe ästhetischer Innovationen: Welche Rolle spielt sein Hang zur Multi-Medialität, zur schnellen Verwendung und Adaption der neuen Medien seiner Zeit, von Funk und Film für die Ästhetik seiner literarischen Texte? Auch zur Bildenden Kunst (Dresdner Expressionismus, Grosz) und zur Gebrauchs- und Werbegrafik gibt es Bezüge. Dass selbstreflexive Momente in seinen Werken permanent da sind, ist nicht immer so offensichtlich wie mit dem mehrfach verwendeten Doppelgänger-Motiv; gibt es eine Kästnersche Meta-Literatur? Seine Arbeiten sind inhaltsinnovativ, dieser Aspekt ist im Kontext der Neuen Sachlichkeit und deren Reaktionen auf die kulturellen Brüche der Moderne wissenschaftlich einigermaßen aufgearbeitet worden; auch hier ließen sich freilich viele neue Themen finden, so hat sich bislang noch kein Literaturwissenschaftler Kästners Umgang mit der Psychoanalyse angenommen, trotz der zahlreichen Traumkapitel und obwohl Jakob Fabian gar von einer „embryonalen Erinnerung“ spricht. Eine regelrechte Forschungslücke besteht in der Frage nach formalen Innovationen: Hat Kästner Strategien der Moderne verwendet, die Montagetechnik, Brüche der Figurenzeichnung, der Dramaturgie? Wie verhält sich sein Werk zu den in der Moderne exzessiv ausgebauten Möglichkeiten der Bewusstseinsabbildung? Hat er neue Erkenntnisse der Wissenschaften seiner Zeit, auch der Philosophie, aufgenommen, hat er selbst das bestehende Forminventar weiterentwickelt?"

Die Tagung findet kurz vor dem Oktoberfest in München statt (Beginn 20.9.). Möglicherweise lässt sich da das eine mit dem anderen verbinden. In jedem Fall sollte man sich schnell um eine Unterkunft kümmern. Viel Freude mit Kästner und den Kästner-Freunden wünsche ich uns!

Montag, 4. August 2014

Kästner - Vertonungen von Wolfgang Deising

Der Eschweiler Musiker Wolfgang Deising hat seine Kästner-Vertonungen jetzt im Internet veröffentlicht. Ihr könnt sie auf SoundCloud.com hören. Zu den Vertonungen
Johan und ich hatten das Vergnügen, seine Lieder 2012 live im Eschweiler Talbahnhof zu hören. Den Bericht dazu findet ihr hier. Auf jeden Fall hörenswert!!
Bei SoundCloud lässt sich auch sonst noch einiges zu Kästner finden. Stöbern lohnt sich!

Samstag, 2. August 2014

Erich Kästners 40. Todestag


Zu Erich Kästners 40. Todestag am 29. Juli 2014 legte Dr. Andreas Bode, Vorsitzender der Erich Kästner Gesellschaft, in deren Auftrag einen Kranz an Kästners Grab auf dem Friedhof von St. Georg in München-Bogenhausen nieder.

 

Dienstag, 15. Juli 2014

Gelungene Generalprobe in Konz

"Irgendwo das Paradies" lautet der Titel des Kästner-Musicals, das morgen Premiere am Gymnasium in Konz feiert. Ich habe mir heute die Generalprobe angeschaut und empfehle euch dieses außergewöhnliche Projekt.

Die Regiesseure haben die Handlungssträge aus Pünktchen und Anton geschickt mit dem Fabian verknüpft. Dazu werden einige Gedichte vertont vorgetragen. Auf dem Foto sieht man Kästner (mitte) mit Fabian (rechts) und Karlinchen, einer (fiktiven) Zwilligsschwester von Pünktchen, im Café Leon sitzen. Man diskutiert über die Nachdenkereien, die Karlinchem überhaupt nicht gefallen.
Die Schauspieler aus allem Klassenstufen sind mit sehr viel Engagement bei der Sache und die musikalische Leistung von Chor, Solisten und Combo ist außergewöhnlich. Die aktuelle Ankündigung aus der lokalen Zeitung findet ihr hier.

Wer also Zeit und Lust hat, sich am 16. oder 23. Juli nach Konz zu begeben, dem sei dieses Ereignis wärmstens empfohlen!

Sonntag, 29. Juni 2014

Interessantes Projekt am Gymnasium in Konz

Liebe Kästner Freunde,
ein sehr interessantes Projekt wird am 16. und 23. Juli in Konz auf die Bühne gebracht. In einer Ankündigung auf der Schulhomepage heißt es:

"Zwei Handlungsstränge kreuzen sich hier. Zum einen ist das Kinderbuch „Pünktchen und Anton“ zu einem Musical mit vielen lustigen und auch anrührenden Liedern umgeschrieben worden. Und zum anderen wird Erich Kästner selbst die Bühne so betreten, wie man ihn Anfang der 30er Jahre in Berlin kannte: bei jedem Wetter mit Regenschirm in einem Café, Texte unterschiedlichster Art und Gattung schreibend und jeder Zeit bereit, mit Gedichten in einer Revue selbst aufzutreten. Dabei diskutiert er mit einer couragierten Elfjährigen über „Pünktchen und Anton“, begegnet Figuren aus seinem Roman „Fabian“ und auch solchen aus seinem eigenen Leben, wie z.B. seiner Mutter. Zuschauerinnen und Zuschauer werden versetzt in das Jahr 1931, erleben mit, was den Autor Kästner in diesem Jahr umtreibt. Damals feierten die Comedian Harmonists große Erfolge. Deren Lieder bilden das Rückgrat des Musicals, sozusagen den Grundakkord."

Auch die lokale Presse hat bereits berichtet. Den Artikel findet Ihr unter diesem Link.
Es scheint ein einzigartiges Projekt zu sein! Ich hoffe, wir sehen uns.

Samstag, 28. Juni 2014

Radiotipp

Zwischen allen Stühlen 
Eine lange Nacht über Erich Kästner 
Sendezeit: am 26.Juli 2014 um 0.05 bis 3 Uhr im Deutschlandradio Kultur und um 23.05 bis 2 Uhr im Deutschlandfunk.
Im Programmheft findet man folgende Ankündigung: "Eine heiter-melancholische Radiorevue über einen Mann, der das Militär hasste, die Frauen begehrte und seine Mutter liebte; über einen Schriftsteller, der von den Lesern verehrt und den meisten Kritikern geschmäht wurde. Ein Schriftsteller, der es wagte, der Verbrennung seiner Bücher durch die Nazis am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz beizuwohnen."
Eine „Lange Nacht“ über Erich Kästner mit Udo Samel und dem Berliner Kabarett-Ensemble Tingeltangel." Regie: Rita Höhne 
Dieser Beitrag wurde bereits am 21. Feb. 1999 unter dem Titel: >>Zwischen allen Stühlen<< zum 100. Geburtstag von Erich Kästner gesendet. Es handelt sich um eine Aufnahme der Veranstaltung vom 4. Feb. 1999 aus dem Konzerthaus Berlin / Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. DW

Dienstag, 3. Juni 2014

Hanna Maron gestorben

Heute am 3. Juni erschien in der Süddeutschen Zeitung (Feuilleton S. 11) ein posthumes Interview mit der Schauspielerin Hanna Maron (früher Hannele Maierzak), die am 30.5. in Tel Aviv starb. Sie spielte unter anderem in Berlin vor 1933 die Rolle des Pünktchen im Theaterstück „Pünktchen und Anton“. In Paris, wohin ihre Mutter mit ihr 1932 nach der Trennung von ihrem Mann fuhr, spielte sie in der französischen Fassung der Theaterfassung von „Emil und die Detektive“ mit.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Erich Kästner: "Bücher kann man nicht verbrennen"

Aus Anlass der Bücherverbrennungen 1933, die ihren Anfang in Dresden nahmen, veranstalten die Unabhängige Schriftsteller Assoziation Dresden e. V. und das Literaturhaus Villa Augustin am 08. Mai einen mehrmedialen Abend mit Lesungen, symbolischer Rückgabe der Verbrannten Bücher an die Leser sowie Filmvorführung, zu dem wir Sie herzlich einladen möchten.
Es lesen die Dresdner Autoren Norbert Weiß und Uta Hauthal aus der Verbrannten Literatur von Joachim Ringelnatz und Elisabeth Hauptmann. Im Vorfeld oder zur Veranstaltung können Sie außerdem gern ein Buch der „Schwarzen Liste“ mitbringen, um es so den Lesern symbolisch zurückzugeben. In einer anschließenden Gesprächsrunde kann über diese Werke gesprochen werden. Alternativ findet eine Vorführung des Films „Fahrenheit 451“ (1966, François Truffaut) statt, der auf dem gleichnamigen Buch von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953 basiert. Der Roman beschreibt eine dystopische Mediengesellschaft, in der Denken verboten ist, der Besitz von Büchern geahndet wird und diese verbrannt werden. 451 Grad Fahrenheit bezeichnet dabei die Temperatur, bei der Papier Feuer fängt.
Beginn ist 19:00, der Eintritt ist frei. 

Mehr dazu hier 

Sonntag, 4. Mai 2014

Schule der Diktatoren nach Erich Kästner

Premiere im Jungen Studio Theater Lübeck am 3.5.2014


In einem rechteckigen Raum zerteilen zwei rote Teppiche diesen diagonal. In jedem der vier entstehenden Dreiecke sind je 15 Zuschauerplätze symmetrisch angeordnet: In den vier Ecken des Raumes stehen schon jeweils drei Diktatorenschüler im stilisierten Frack mit weißer Hemdbrust und Bowler bereit. Die Zuschauer nehmen Platz, das Licht geht aus und nach einer kurzen Stille ertönt eine Marschmusik und die >Ausbildung< beginnt: Die Diktatorenanwärter marschieren quer durch den Raum auf dem roten Teppich - der Bühne. Es folgt der Auftritt eines Präsidenten, ein Attentat, das Nachhelfen der eigentlichen Drahtzieher...
Szenenwechsel: Bei bekannter Marschmusik werden die roten gegen grüne Teppiche ausgetauscht....
Szenenwechsel: Bei bekannter Marschmusik werden die grünen gegen die roten Teppiche ausgetauscht ...
 
Die Handlung nimmt ihren Lauf, die Marschmusik verändert ihren Klang, klingt manchmal verzerrt, mal zackig, mal dumpf. Die jungen Schauspieler des Spielclubs 4 sind sehr entschlossen und konzentriert in dem Stück eingebunden. Eine großartige Leistung! Viele der 12 Protagonisten bekleiden Doppel- oder Dreifachrollen. Der ritualmäßige Szenenwechsel bietet Zeit in das andere Kostüm zu schlüpfen. Für den Zuschauer ein Verweilen im Geschehen. Die Zahl der Diktatorenschüler wird durch den natürlichen Schwund geringer... - bis zur Revolution...

Mit großem Beifall wird die anderthalbstündige Aufführung beendet!
Es ist wirklich schade, das sich weit und breit nur 4 Aufführungen im Spielplan des Lübecker Theaters finden lassen, da die Aktualität einer Systematisierung 57 Jahre nach der Uraufführung von Erich Kästners Stück in nichts eingebüßt hat.      (DW)
weitere Aufführungen: 4.5, 5.5. und 6.5.2014

Mittwoch, 30. April 2014

Rezension zu Walter Trier: Eine Bilderbuch-Karriere

Antje Neuner-Warthorst
Walter Trier: Eine Bilderbuch-Karriere.- Berlin: Nicolai, 2014.- 304 S.

Die Autorin bekennt gleich in der Einleitung, daß es außer knappen Angaben zur Ausbildung "aus dem weiteren Leben von Walter Trier kaum schriftliche Zeugnisse oder private Dokumente" gibt. Unter diesen miesen Voraussetzungen dennoch eine Lebensbeschreibung zu wagen (nach der umfangreichen Werkanalyse für das Wilhelm-Busch-Museum), scheint daher ein fast tollkühnes Unternehmen. Aber Neuner-Warthorst schafft das Kunststück, aus zahlreichen Bildbeiträgen Triers und vielen Zeugnissen von Freunden und Kollegen (darunter den besonders informativen Erinnerungen Max Brods an die gemeinsame Kindheit) seinen Lebenslauf und die berufliche Karriere herauszudestillieren. Das liest sich äußerst spannend, und man bekommt zugleich eine Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus einem speziellen Blickwinkel mitgeliefert, in der Erich Kästner naturgemäß eine besondere Stellung einnimmt.
Andreas Bode

Mittwoch, 9. April 2014

Neuerscheinungen

Zurück von der Mitgliederversammlung in Den Haag möchte ich euch auf einige Neuerscheinungen hinweisen, die ganz direkt oder auch etwas entfernter etwas mit Kästner zu tun haben.



Erich Kästner veröffentlichte 1931 seinen Roman Fabian, der schnell zu einem Erfolg wurde. Vom Buch zum Film: Erich Kästners Fabian – Die Geschichte eines Moralisten von Alexandra Gaida-Steingaß, erschienen im Verlag Accepta Kommunikation, beschäftigt sich mit der durch den deutschen Regisseur Wolfgang Gremm realisierten Verfilmung von 1980 mit Hans Peter Hallwachs in der Rolle des Fabian. Klappentext und Inhaltsverzeichnis versprechen eine narrativ-technische und eine künstlerisch-biografische Betrachtung, sowie eine Untersuchung der Rezeptionsgeschichte. Die Arbeit war ursprünglich als Dissertation gedacht und wurde nun von der Autorin der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Buch richtet sich an alle Kästner-Interessierten, an Studenten und Dozenten, die sich mit den Themen Literatur und Film befassen. Sehr ansprechend ist die gebundene Ausgabe auch durch die Verwendung des Aquarells "Eckkneipe in Kreuzberg" von Inge Denker.

Als Band 2 der Erich Kästner Studien ist "Ohne Spass gibt's nichts zu lachen" - Humor in Erich Kästners Kinderliteratur im Tectum Verlag erschienen. 

Wer bei der Kästner - Tagung 2011 "Erich Kästner - So noch nicht gesehen" in Leipzig dabei war, wird sich an den lebendigen und unterhaltsamen Vortrag von Stefanie Çetin erinnern. Nun liegt ihre Dissertation endlich vor und wir können das Gehörte nachlesen. Inhaltsverzeichnis und Einleitung - "Kein Buch ohne Vorwort" - verheißen eine unterhaltsame Lektüre. "Viel zu lachen, viel zu denken" lautet die Kapitelüberschrift zum Fazit ihrer Arbeit. Was kann es schöneres geben?


Helga Karrenbrock hat in Den Haag auf eine Neuerscheinung hingewiesen, die sich mit Wilhem Speyer beschäftigt. Der Kampf der Tertia mit farbiger Umschlagillustration von Walter Trier ist sicher dem einen oder anderen bekannt. Nun erschien Das faule Mädchen. Filmnovellen und weitere Text aus dem amerikanischen Exil. Erstdrucke aus dem Nachlass. Wilhelm Speyer entschied sich, anders als Kästner, zur Emigration. 
In der Verlagsmittelung des Aisthesis Verlages heißt es: "Der vorliegende Band bietet erstmals Wilhelm Speyers Texte für Hollywood, die er Anfang der 1940er Jahre im US-amerikanischen Exil verfasst hat. Es sind in ihren Sujets wie in ihrer Schreibart sehr unterschiedliche Geschichten: Die Spanne reicht vom Anti-Nazi-Thriller bis zum skurrilen Hörspiel über die Heilung von Augenkrankheiten, von Männlichkeitsattitüden bis zu den Konflikten zwischen Mutter und Tochter. Das Schicksal, dass sie nie verfilmt worden sind, teilen Speyers Arbeiten mit denen vieler anderer Exil-Autoren. Das sollte ihren Wert als originelles, manchmal amüsantes, manchmal spannendes und vielleicht auch bemerkenswertes Stück deutscher Exilliteratur nicht schmälern."

Einen künstlerischen Schatz hat Eva Mertes gehoben.

Sie konnte einen ganzen Packen von Zeichnungen und Karikaturen aus dem Nachlass ihres Vaters dem 1923 mit nur 36 Jahren gestorbenen Zeichner Willy Hallstein zuordnen und stellt ihre Nachforschungen nun in dem Ausstellungskatalog Willy Hallstein. Ein vergessener Künstler zwischen Jugendstil und Moderne vor. Für den an der Kunst des späten Kaiserreiches und der frühen Weimarer Republik interessierten Leser, und welcher Walter Trier Freund ist das nicht, eine bereichernde Lektüre




Es gibt also wieder viele schöne Bücher zu lesen. Die Sonne lacht, die Gartenbank ruft! Viel Freude wünsche ich euch.

Sonntag, 2. März 2014

Walter Trier - Ausstellung in Berlin

Liebe Kästner Freunde,
die ihr euch auch für Walter Trier begeistert,
Siegfried machte mich auf einen Artikel in der WELT aufmerksam, der ausführlich Walter Triers Leben und Werk würdigt und auf die kürzlich erschienene Biografie der Kunsthistorikerin Antje Neuner-Warthorst eingeht. Ihr findet den Artikel unter folgendem Link. Hier wird auch auf eine kleine Ausstellung mit Liliput-Zeitschriften hingewiesen, die derzeit in Berlin zu sehen ist.
Außerdem lief im Januar im WDR ein Interview mit Antje Neuner-Warthorst, das Randi Crott geführt hat und das im Netz nachzuhören ist. Hier ist der Link zum Interview.
Vielen Dank für die Informationen und viel Freude beim Lesen und Hören wünscht
Matthias Nicolai

Dienstag, 25. Februar 2014

Verlosung eines Kästner Buchs

Liebe Kästner-Freunde und Glücksritter,
es gibt eine schöne kleine Verlosung auf der Internetseite Kölner Leselust. Zu gewinnen gibt es Kästners Über das Verbrennen von Büchern. Viel Spaß beim Mitmachen.
Zur Verlosung hier klicken: Kästner gewinnt
Matthias Nicolai

Freitag, 21. Februar 2014

Montagsgedichte

11. Beitrag für den Blog
von Peter Weiler

Bei Durchsicht meines Kästner-Bücherschrankes gefunden:
Die „Montagsgedichte“

Dazu ein eigener Beitrag:

Briefe schreiben mit und ohne Füller
ist schon längst nicht mehr der Knüller.
Heute schickt man E-Mails und auch SMS
mit Knopfdruck auf ENTER: „Da hast Du es!“
Hätte es solches bei Kästner schon gegeben,
von der ‚kleinen Versfabrik‘ könnte er kaum leben.
Er brauchte sicher noch Dienstagsgedichte.
Und freitags auch Verse zum Gleichgewichte.
Sonntags könnt‘ man es abrufen aus einer „cloud“
und digital lesen und mailen der fernen Braut.
Die ‚simste‘ dann zurück durch den Äther:
„Ich lese jetzt Kästner! – Zu dir komm‘ ich später!“

Für die Berliner Wochenzeitung „Montag Morgen“ musste
Erich Kästner von Juni 1928 bis April 1930 jede Woche
ein Gedicht abliefern. Diese waren oft in Versform
gebrachte Kommentare des hauptstädtischen Tagesgeschehens.
Dass der Autor es heute leichter hätte, darauf spielen die
vorangegangenen Zeilen an.

Die komplette Sammlung der im „Montag Morgen“ erschienenen
Gedichte sind unter dem Titel „Montagsgedichte“ erstmals
1989 im Aufbau-Verlag, Berlin (Ost) erschienen.
eine Neuauflage in der BRD ist nicht bekannt.
Heute sind sie (auszugsweise) nachzulesen in:
1. Franz Josef Görtz: E.K. Werke in 9 Bänden
2. Johan Zonneveld: Bibliographie Erich Kästner,
Aithesis Verlag , Bielefeld 2011
Hier alle Gedichte in der im Band 3 eingelegten DVD

Sonntag, 16. Februar 2014

Liebe Erich Kästner - Freunde,

am 23. Februar hätte Erich Kästner seinen 115. Geburtstag gefeiert. Das Erich Kästner Museum in Dresden hat rund um diesen Geburtstag wieder ein interessantes Programm im Rahmen des 11. Erich Kästner Museumsfestivals zusammengestellt. Das komplette Programm findet ihr hier .

Unter dem Titel Lebenszyklen - Vom Gehen und Bleiben hat Ruairí O'Brien diesmal den 40. Todestag Kästners in den Mittelpunkt gestellt.

Viel Spaß und interessante Einblicke wünscht
Matthias Nicolai

Sonntag, 12. Januar 2014

Der Gang vor die Hunde

Im Atrium Verlag ist im Oktober 2013 eine kritische Ausgabe von Kästners Fabian erschienen. Sven Hanuschek hat "Erich Kästners Meisterwerk", so der Klappentext, "Wort für Wort rekonstruiert und mit einem umfassenden Nachwort versehen".

Artur hat mich auf eine Rezension aufmerksam gemacht, die ihr unter folgendem Link findet:

Rezension Fixpoetry

Auch in der TAZ ist eine ausführliche Besprechung erschienen:

Rezension TAZ

Herzlichen Dank für den Hinweis.

Wir wünschen allen Lesern des Blogs einen guten Start in das Jahr 2014.

Matthias Nicolai

Dienstag, 7. Januar 2014

Erich Kästner Förderpreis 2014

Die Erich Kästner Gesellschaft e.V. vergibt jährlich den „Erich Kästner Förderpreis“ für Kinder und Jugendliche.
In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Arbeiten und Projekten am Erich Kästner Förderpreis beteiligt und so suchen wir auch 2014 wieder Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten – d.h. auch Projekte einer ganzen Schule -, die sich kreativ mit der Persönlichkeit, dem Werk, den literarischen, gesellschaftlichen und pädagogischen Intentionen und der Nachwirkung von Erich Kästner auseinandersetzen.

Dies kann sein
  • Lyrik (z.B. Song, Rap, Gedicht),
  • Prosa (z.B. Erzählung),
  • Dramatik (z.B. Sketch, Drehbuch, Theaterstück),
  • mediale Arbeiten (z.B. Reportage, Foto, Film, Vertonung),
  • Sprach-Bild-Texte (z.B. Comic, Collage),
  • Sachtexte (z.B. Erörterung).
  • Facharbeiten

Denkbar ist für Erich Kästner Schulen auch eine Dokumentation / Darstellung der ständigen Präsentation ihres Namensgebers im Schulalltag und/oder zu besonderen Anlässen.
Entscheidend ist in jedem Fall der Bezug zur Person, zu Werk und Ideen Erich Kästners.

Was sonst noch wichtig ist:


1. Für Nachfragen stehen zur Verfügung:
  • Matthias Nicolai Tel. 0228-3240463
  • E-mail:  nicolaimatthias@hotmail.com
  • Horst Wiechers Tel. 0251-1627115
  • E-mail:  wiechersh@stadt-muenster.de
  • oder per email an: erichkaestnergesellschaft@web.de

2. Die Preissumme beträgt 500,- € (auch Staffelung möglich).

3. Einsendeschluss ist der 31.5.2014. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt im Herbst 2014.


4. Die Beiträge sind zu schicken an die
Erich Kästner Gesellschaft; Schloss Blutenburg, 81247 München

Besuchen Sie uns auch im Internet unter www.erichkaestnergesellschaft.de
oder www.erich-kaestner-gesellschaft.blogspot.com